3/18/2008 Volvo CE stellt Radlader mit Hybrid-Antrieb vor

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Wenn Volvo Construction Equipment den Hybrid-Radlader vom Typ L220F Ende nächsten Jahres ausliefert, wird dies sowohl für beträchtliche Kraftstoff- und Kosteneinsparungen sorgen als auch für höhere Leistungen und ökologische Vorteile.

Erstmalig hat Volvo Construction Equipment (Volvo CE) einen Vorserien-Prototyp des Hybrid-Radladers L220F auf der Conexpo-Con/Agg-Messe in Las Vegas präsentiert. Die höhere Effizienz und das Kosteneinsparungspotenzial des L220F-Hybrid-Antriebes, der mehr Kraft, bessere Leistung und Kraftstoffeinsparungen von zehn Prozent ermöglicht, bieten Kunden während des Lebenszyklusses der Maschine eine wesentlich höhere Investitionsrendite.

Gestützt auf die Position als weltweit größter Hersteller von großen Dieselmotoren, wurde innerhalb des Volvo-Konzerns die Parallel-Hybrid-Technologie für den L220F Hybrid entwickelt. Sie setzt auf der Basis des bewährten und zuverlässigen D12-Motors auf. Obgleich ein Großteil der Technologie unter Geheimhaltung steht und zum Patent angemeldet ist, bildet ein ISG (Integrated Starter Generator) das Herz des Hybrid-Antriebes. Der ISG ist zwischen Motor und Getriebe angeordnet und mit einer hochmodernen Batterie verbunden, die ein Vielfaches der Leistungskapazität einer herkömmlichen Blei-Säure-Batterie bietet. Der ISG arbeitet auf unterschiedliche Weise:

Leistung, wenn sie benötigt wird – und nur dann

Der Motor eines Radladers verbringt bis zu 40 Prozent seiner Betriebszeit im Leerlauf. Mit dem ISG kann der Dieselmotor im Stand abgeschaltet und dann fast augenblicklich neu gestartet werden, indem der Motor mit einem großen Energieschub von der Hochleistungsbatterie sehr rasch wieder auf die optimale Drehzahl für Arbeitsabläufe gebracht wird.

Zum anderen überwindet der ISG das traditionelle Problem aller Dieselmotoren – geringes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen –, indem automatisch ein immenser elektrischer „Drehmomentschub“ angelegt wird – der Elektromotor des ISG bietet aus dem Stand ein Drehmoment von bis zu 700 Nm. In  Motorleistung ausgedrückt, liefert der ISG bis zu 50 kW zusätzlich sofort verfügbarer mechanischer Energie.

Die Kombination dieser zwei Eigenschaften des ISG bedeutet, dass der Dieselmotor lange abgeschaltet bleibt, wenn er ansonsten im Leerlauf drehen würde. Außerdem muss der Fahrer den Motor nicht mit hoher Drehzahl betreiben, um ein ausreichendes Drehmoment für die Arbeit zu erhalten, da das Spitzendrehmoment bereits bei Drehzahlen knapp über der Leerlaufdrehzahl erreicht wird. Die Batterie wird dann automatisch ohne Produktivitätseinbußen wieder aufgeladen, wobei der ISG als Dynamo (Wechselstromgenerator) fungiert.

Neben dem ISG als Grundlage des Antriebskonzeptes befinden sich weitere energiesparende Innovationen im L220F Hybrid, beispielsweise eine elektrisch betriebene (also nicht direkt vom Motor angetriebene) Klimaanlage. In Verbindung mit dem sowieso sehr effizienten (nicht-hybriden) V-ACT-Motor von Volvo und den Hydrauliksystemen des L220F sorgen die Hybrid-Komponenten  für eine beträchtliche Effizienzsteigerung sowie für Kraftstoffeinsparungen ohne Einbußen bei der Zuverlässigkeit.

Das Beste aus beiden Welten

Wenn die Auslieferung im Jahr 2009 beginnt, wird der L220F Hybrid Volvos erster – und wahrscheinlich auch der erste weltweit – im Handel erhältliche Radlader mit Hybrid-Antrieb sein. Diese erste Ladergeneration wird einen Wandel in der Industrie einläuten und Kunden verdeutlichen, dass der Kauf von Hybrid-Maschinen viel mehr als „nur“ ökologische Vorteile bietet. Die wesentlichen Vorteile des Volvo-Hybrid-Antriebes sind die geringeren Kraftstoffkosten im Zusammenspiel mit höherer Leistung.

Hybrid-Maschinen sind alles andere als leistungsmindernde Kompromisse, sondern werden als das Beste aus zwei Technologien anerkannt werden. Erzielt werden gesteigerte Produktivität und geringerer Kraftstoffverbrauch, ohne auf irgendeinen der mit Volvo verbundenen Qualitäts- und Sicherheitsfaktoren verzichten zu müssen. Der L220F Hybrid bringt höhere Effizienz, niedrigere Verbrauchswerte und geringere Umweltbelastungen.

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