2009-04-21 Fenix steigt vom Reißbrett auf

Die Designer von Volvo Construction Equipment (Volvo CE) durften erneut ihrer Fantasie freien Lauf geben, um zu erkunden, wie Maschinen in Zukunft aussehen könnten. Das Ergebnis ist Fenix, eine umwelt- und bedienerfreundliche Asphaltiermaschine, die den Straßenbau vereinfacht und sauberer macht. Der nach dem mythischen Feuervogel benannte Fenix stellt eine Wiedergeburt und eine Erneuerung des Straßenbaus dar.

Zurzeit sind koordinierte Tätigkeiten vieler Menschen und Maschinen am Straßenbau beteiligt. Arbeiter kontrollieren die Tiefe, Breite und Dichte des Asphalts. Ganz zu schweigen von den Lkw, Fräsen, Asphaltiermaschinen und Verdichtungswalzen. Fenix ist eine einzige Maschine, die das Asphaltieren und Verdichten auf sorgfältig orchestrierte Weise erledigt. Sie ersetzt ein ganzes Team von Asphaltarbeitern, da alle ihre Steuerelemente von einem einzelnen Bediener gesteuert werden können. Diese Verminderung der engen Interaktion von Menschen und Maschinen wird zu höherer Qualität im Straßenbau, einer sichereren Arbeits- und Verkehrsumgebung sowie massiven Kosteneinsparungen führen.

Perfekte Asphaltierung. Fenix nutzt die bahnbrechende Idee, den Asphalt in „Thermopods“ zu transportieren. Diese Pods funktionieren ähnlich wie eine Espressomaschine. Bei einer Espressomaschine wird Kaffeepulver in eine Halterung gegeben, die Halterung in die Maschine eingebaut und heißer Wasserdampf durch das Kaffeepulver gepresst – das Gleiche geschieht beim Fenix mit Asphalt, Wasser und Pods.

Die Thermopods werden in einem Mischwerk gefüllt, das bis zu fünfzig Kilometer von der Baustelle entfernt liegt, und dann zur Baustelle transportiert, wo sie in Abständen von jeweils fünfzig Metern vor der Asphaltiermaschine/der Verdichtungswalze positioniert werden. Drei Thermopods werden auf die Plattform der Maschine geladen und dann entladen, nachdem das Material aufgetragen worden ist. Hierdurch wird eine konstante Asphaltiergeschwindigkeit von fünfundzwanzig Metern pro Minute erreicht.

Jeder Pod kann siebzehn Tonnen des Gemischs bis zu drei Stunden lang bei 135 °C vorhalten. Die Thermopods werden vom Mischwerk bis zur Baustelle von einem Aufseher koordiniert. Jeder Pod ist mit GPS-Technologie ausgestattet, so dass alle Beteiligten über die exakte Position jedes Pods und dessen voraussichtliche Ankunftszeit an der Baustelle informiert sind. Es gibt sogar Pod-Warnleuchten, um einen „virtuellen Zaun“ um die Baustelle aufzuziehen.

Die Asphaltmischung wird aus dem Pod entladen und mit Förderbändern zur Förderkammer des Fenix transportiert, von wo aus sie auf die Straße aufgebracht wird. Die Pods werden mit einer Geschwindigkeit entladen, die an die Fahrgeschwindigkeit der Asphaltiermaschine und die erforderliche Tiefe angepasst ist. Sie dehnen sich automatisch aus, wenn sie beladen werden, und ziehen sich wieder zusammen, wenn sie entladen werden.

Währenddessen sitzt der Bediener in einer topmodernen, schalldämmenden Kabine mit Klimaanlage und hervorragender Rundumsicht mit Videokameras.

Fenix – eine geringere Belastung des Systems. Das Hydrauliksystem des Fenix verwendet destilliertes und entionisiertes Wasser an Stelle von Öl. Dies ist nicht nur kostengünstiger und ökologisch sinnvoller, sondern bedeutet auch, dass eventuelle Lecks kein Problem darstellen. Die Verwendung von destilliertem Wasser hat ebenfalls den technischen Vorteil, die Maschine dank der geringen Viskosität von Wasser energieeffizienter zu machen.

Der Fenix wurde für die Verwendung von Biomaterial und anderen umweltverträglichen Asphaltmischungen konzipiert. Bei seiner Entwicklung standen Effizienz, Sicherheit und Produktivität im Vordergrund.

Fenix beweist, dass das Asphaltieren keine heiße Arbeit mit enormem Druck zu sein braucht. Er bietet eine Vision eines sauberen, sicheren und komfortablen Prozesses.

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